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Die Römische Kaiserzeit



Obertägig haben sich keine Bauten aus der römischen Epoche erhalten. Durch wissenschaftliche Grabungen sind jedoch einige für das Rheinland exemplarische Funde ans Tageslicht gerückt worden.

Mit der Ankunft der Römer wird das linksrheinische Gebiet fast 500 Jahre in die Hochkultur der antiken Welt einbezogen. Eine Folge davon ist der im 1. Jahrhundert beginnende Steinbau, dessen Reste gut erhalten sind: Trümmerstätten mit römischehn Bausteinen, Ziegeln und Keramik erscheinen zu Hunderten in heutigen Baugruben, auch Steindenkmäler mit Bilddarstellungen und Inschriften. Römische Grabfelder erkennt man an den im Boden beigesetzten Urnen, an Steinsarkophagen oder Holzsärgen.
Wichtige Auskünfte über das römische Militär geben die Überreste der Legionslager. Sie sind allerdings weitgehend durch moderne Städte (Bonn, Köln, Neuss) überbaut. In den Baugruben der Innenstädte erscheinen immer wieder Gräben, Wälle  und Mauern. Auch zivile Siedlungen vor den Lagern treten zutage.
Auf dem Lande gibt es römische Siedlungen und Höfe ("villae rusticae") in allen Größenordnungen, zu erkennen an Trümmerstellen oder Anhäufungen von Bodenfunden. Sie sind vor allem gefährdet durch Landwirtschaft und Flurbereinigung.
Was die Römer hinterließen war in späteren Zeiten als Baumaterial willkommen. Deshalb findet man Römisches auch in mittelalterlichen Kirchen, Burgen und Häusern.
Wer römische Fundplätze entdeckt, sollte sie im vorgefundenen Zustand belassen und die Facharchäologen benachrichtigen, denn erst im Zusammenhang gewinnt der Einzelfund seine volle Bedeutung.